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VON BERLIN NACH ROSTOCK (1882 bis 1921)

  • 14. April 1882
    Friedrich Albert Moritz Schlick in Berlin geboren.
    Besuch der Schule in Berlin.
    Nach dem Abitur Studium der Naturwissenschaften und Mathematik in Heidelberg, Lausanne und Berlin.
  • 1904
    Dissertation bei Max Planck mit der Arbeit »Über die Reflexion des Lichtes in einer inhomogenen Schicht«.
  • 1905 bis 1907
    Weitergehende Studien in Göttingen, Heidelberg und Berlin.
  • 1907
    Heirat mit Blanche Guy Hardy in Ashburnham, USA.
    Erscheinen von »Lebensweisheit. Versuch einer Glückseligkeitslehre«.
  • Herbst 1907 bis 1909
    Zweijähriges Studium der Psychologie in Zürich, v. a. der Werke Gustav Störrings und Wilhelm Wundts, sowie Studium der Schriften von Henri Poincaré.
  • Herbst 1910
    Nach einem halbjährigen Aufenthalt in Berlin Übersiedelung nach Rostock.
  • Juni 1911
    Habilitation zum Privatdozenten an der Universität Rostock mit der Schrift »Das Wesen der Wahrheit nach der modernen Logik«.
    Zehnjährige Lehr- und Forschungstätigkeit in Rostock.
    Freundschaft mit Albert Einstein. Schlick arbeitet als einer der ersten über dessen Relativitätstheorie.
  • Februar 1914
    Treffen mit dem Mathematiker und Logiker David Hilbert in Göttingen.
    Beitritt in die Kantgesellschaft.
  • April 1914
    Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität Rostock gibt Schlick Psychologie- und Pädagogikveranstaltungen am Rostocker Konservatorium der Musik.
  • August 1914
    Beginn des 1. Weltkrieges. Schlick wird aufgrund eines Herz- und Lungenleidens zunächst vom Kriegsdienst befreit.
  • 1916
    Philosophische Diskussionsabende mit dem Zoologen Siegfried Becher und dem Physiologen Hans Winterstein.
  • März 1917
    Im Zuge der sich verschlechternden Kriegssituation wird Schlick für zwei Jahre in den Kriegsdienst eingezogen. Er arbeitet in einem physikalischen Labor auf dem Gelände der Königlichen Flugzeugmeisterei Adlershof-Johannisthal nahe Berlin.
  • Mai 1917
    Erscheinen von »Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik. Zur Einführung in das Verständnis der allgemeinen Relativitätstheorie«. Schlick wird der Professorentitel in Rostock verliehen.
  • Ende 1918
    Kriegsende und Rückkehr nach Rostock.
    Erscheinen der »Allgemeinen Erkenntnislehre«.
  • Februar 1919
    Wiederaufnahme seiner Lehrtätigkeit an der Universität Rostock.
  • Mai 1919
    Tätigkeit in der Vereinigung fortschrittlich gesinnter Akademiker, die für grundlegende demokratische Reformen im Hochschulwesen eintritt.
  • November 1919
    Während der Feierlichkeiten zum fünfhundertjährigen Jubiläum der Universität Rostock, wohnt Albert Einstein, dem die Ehrendoktorwürde verliehen wird, im Haus der Familie Schlick.
  • 1921
    Schlick wird außerordentlicher Professor mit Lehrauftrag für Ethik und Naturphilosophie in Rostock.
  • Oktober 1921
    Berufung als ordentlicher Professor an die Universität Kiel.
    Download: Ausführlicher Lebenslauf der Jahre 1882 bis 1922


    DIE WIENER JAHRE (1922 bis 1936)

    1922
    Berufung Schlicks auf den Lehrstuhl für Naturphilosophie in Wien als Nachfolger von Ludwig Boltzmann und Ernst Mach.Vielfältiges Engagement in Beruf und Gesellschaft: Begegnung mit Karl und Charlotte Bühler, Heinrich Gomperz, u.a.
  • ab 1924
    Schlick begründet einen wissenschaftlichen Diskussionszirkel, aus welchem der Wiener Kreis entsteht. Zu den regelmäßigen Teilnehmern zählen Rudolf Carnap, Otto Neurath, Herbert Feigl, Hans Hahn, Friedrich Waismann, Olga Hahn-Neurath, Karl Menger, Viktor Kraft, Philipp Frank, Gustav Bergmann und Kurt Gödel.
    Korrespondenz und Begegnungen mit Ludwig Wittgenstein.
  • ab 1926
    Rege Lehr- und Forschungstätigkeit, Gastprofessuren in den USA und England.
    Der Diskussionszirkel des Wiener Kreises zieht zunehmend internationale Besucher an, darunter A. J. Ayer, W. V. O. Quine, Carl Hempel und Alfred Tarski.
  • ab 1928
    Herausgeber der Reihe »Schriften zur wissenschaftlichen Weltauffassung« (zusammen mit Philipp Frank, 1929–1937).
  • 1930
    Erscheinen von »Fragen der Ethik«.
  • 1931/32
    Gastprofessur Schlicks in Berkeley, California.
  • 22. Juni 1936
    Moritz Schlick wird von einem ehemaligen Studenten, Hans Nelböck, auf der Treppe der Wiener Universität ermordet.